Ein Unterwasser Fotoshooting in Badewanne

Ich bin immer wieder von den Fotos begeistert, die unter Wasser gemacht worden sind. Ich rede nicht von den Unterwasseraufnahmen von Flora und Fauna sondern von Models die entweder komplett unter Wasser sind oder auf der Wasseroberfläche schwimmen.

Ich frage mich immer – Wie? Kann das Model überhaupt atmen? Wo steht der Fotograf? Liegt das Model oder steht es? Wie kommt sie so ruhig ins Wasser rein?

Als neugieriger Fotograf, musste ich natürlich alles zuerst selbst ausprobieren. Und so habe ich mich an das Experiment gewagt.

Zunächst fülle ich die Badewanne mit warmem Wasser auf, gebe eine Hälfte von Milchbeutel dazu und bekomme ein sanftes weißes Wasser – es sieht erst mal schön aus.

Dann kommt entscheidende Frage – Kamera? Wie soll ich das alles arrangieren? Ich kann nicht gleichzeitig untertauchen und auf den Auslöser drücken. Die Kamera soll direkt über mir und der Badewanne hängen. Ich nehme ein schwerwiegendes Stativ, stelle sein Hals parallel zum Boden und teste ein paar Mal, wie es mit dem Gleichgewicht aussieht. Alles funktioniert. Stativ kippt nicht um.

Dann stelle ich folgende Einstellungen ein – F 1,8, ISO 300, Modus A, Selbstauslöser mit 9 Bilder in 5 sec Takt, Verzögerung 10 sec. Und ein Auslösekabel dazu.

Und los!

Ich ziehe meine Klamotten aus und lege mich ins Wasser. Nach dem Drücken des Auslöseknopfs habe ich 10 Sekunden Zeit um mich in Position zu bringen. Brrr, es ist so schrecklich unangenehm, wie man es sich nur vorstellen kann! Meine Nase, Mund, Ohren – alles ist voller Wasser und ich kriege kaum Luft. Ich schaue mir die ersten Bilder an und bin nicht zufrieden –  mein Gesichtsausdruck ist alles andere als schön, ich muss mich mehr anstrengen. Und zurück in die Position.

Nach einer halben Stunde Unterwasser Gymnastik bin ich fast tot von der Müdigkeit. Meine Augen brennen, Nase tut weh die Haut ist rot und ich habe kein Lust mehr.

Aber Gott sei Dank, ist nichts umgekippt und alle sind am Leben. Handtücher, heißer Tee, Fön und endlich in Ruhe ausatmen. Und schnell zum PC – ich muss sehen was da entstanden ist!

Mit staunen stelle ich fest, dass alles nicht so schlecht geworden ist wie ich erwartet habe. Jetzt weiß ich, dass nicht jedes Model sich für so ein außergewöhnliches Unterwasser Fotoshooting bereit erklären wird.  Wenn doch, dann kenne ich schon ein paar Tricks, die uns helfen könnten. Auf jeden Fall, ist das Experiment gelungen.

Aus diesem Experiment ist ein spezielles Projekt entstanden ist. Darüber werde ich auch bald berichten. Folgen Sie mir auf meiner Facebook Fan Seite um keine neuen Beiträge zu verpassen.

 

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